Schlachtfohlen
Das Thema der Schlachtfohlen war der Auslöser für die Gründung unseres Vereins.
Nadja wollte sich eine Haflingerstute kaufen, von der es hieß, sie sei ein Schlachtfohlen gewesen. Da sie den Begriff bis dahin kaum kannte, begann sie zu recherchieren. Dabei stieß sie auf Informationen von Tierschutzorganisationen wie Animal Spirit: In Österreich und Süddeutschland werden jedes Jahr im Herbst rund 3.000 Haflinger- und Norikerfohlen auf Pferdemärkten versteigert.
Viele dieser Fohlen würden sehr früh von ihren Müttern getrennt und anschließend nach Süd- oder Osteuropa transportiert. Dort sollen sie vier bis sieben Monate in Mastställen verbringen, oft in Anbindehaltung – einer Haltungsform, die in Österreich mittlerweile verboten sei. Danach würden sie weiter in Schlachthöfe gebracht, wo ihr Leben unter industriellen Bedingungen enden solle.
Folge 1
Diese Informationen haben bei uns viele Fragen aufgeworfen:
Stimmt es, dass in der Zucht überproduziert wird?
Wie viele Fohlen landen tatsächlich im Ausland?
Werden auch im Inland Fohlen geschlachtet?
Um Antworten zu finden, besuchen wir mit der Kamera Fohlenmärkte und Auktionen, sprechen mit Zuchtverbänden und weiteren Beteiligten. Unser Ziel ist es, die aktuelle Lage transparent zu machen und Möglichkeiten zu finden, wie den Tieren geholfen werden kann.